Press Report
Mangel an Mysterium
Enrique Iglesias veröffentlicht mit "Euphoria" sein neuntes Studioalbum
"Du bist ein internationaler Popstar, ein Superstar, vielen Dank fürs Kommen!" Der US-Talker George Lopez überschlug sich förmlich vor Begeisterung
über den Besuch des schmalen, strubbeligen Kerlchens, das da in Trainingsjacke auf dem Sessel gegenüber Platz genommen hatte.
Sein Gast sah eigentlich weniger nach einem internationalen Superstar aus als nach einem typischen US-Verbindungsstudenten - dazu passend
sprachen die beiden erst einmal ausgiebig über sexuelle Eroberungen in Argentinien und die Gefahren des unbekleideten Wasserskifahrens.
Der Gast war Enrique Iglesias, 35 Jahre alt und auf Promotiontour für sein aktuelles Album "Euphoria". Über die Platte aber - oder überhaupt
über irgendein halbwegs ernsthaftes Thema - wurde während der ganzen Show nicht gesprochen. Fragt sich nur: Will er nicht - oder kann er nicht?
Mit Informationen geht Iglesias gerne sparsam um. Details aus seinem Privatleben lässt er überhaupt nur dann an die Öffentlichkeit,
wenn sie entweder absolut unverfänglich sind oder das Bild des charmanten Filous stützen, das er auch auf den Interviewcouches von sich selbst zeichnet.
So widmet er etwa sein aktuelles Album in blumigen Worten seinem verstorbenen Hund: "Durch Dick und Dünn, Höhen und Tiefen, Gebrüll und Flüstern,
danke Grammy, dafür, dass du immer die Auffahrt hinunterranntest, wenn du das Auto ankommen hörtest, um mich willkommen zu heißen - im Himmel auf Erden."
Wer diese Zeilen liest, kann im Hintergrund schon das selige Seufzen zahlreicher (meist weiblicher) Fans hören. So ein armer, lieber Junge!
Der vermisst seinen Hund!
Auf der anderen Seite ließ man dem Klatschportal tmz.com ein Video zukommen, auf dem Iglesias dabei zu sehen ist, wie er aufgrund einer
verlorenen Wette nackt Wasserski fährt. Wer die verwackelten, verschwommenen Nachtaufnahmen sieht, kann im Hintergrund schon das aufgeregte Kichern
der gleichen Fans hören. So ein frecher Junge! Der traut sich was!
Medienvertreter treibt der Vollprofi mit dieser Masche gelegentlich in die Verzweiflung. Es könne doch nicht sein, so der allgemeine Tenor,
dass jemand tatsächlich so ist, wie Iglesias sich darstellt: unbekümmert, nicht unbedingt höflich, aber freundlich, meistens lustig;
ausgestattet mit einer unproblematischen Beziehung zu Ex-Tennisprofi Anna Kournikova und nicht allzu viel Tiefgang.
Es muss doch irgendetwas geben, ein dunkles Geheimnis. Leidet er womöglich unter der Berühmtheit seines Vaters Julio?
Macht ihm sein Image als leichtlebiger Produzent leicht verdaulicher Popmusik zu schaffen? Liest er heimlich Schopenhauer?
Wenn dem so sein sollte, ist davon bei Iglesias jedenfalls nichts zu spüren. Vielleicht steckt hinter der Fassade des gutherzigen Filous
ja tatsächlich einfach nur ein gutherziger Filou.
Iglesias müsste schon lange nicht mehr arbeiten, und trotzdem landen seine Singles regelmäßig weltweit ganz vorne in den Charts.
Was seinen Erfolg angeht, hat er seinen Vater inzwischen mindestens eingeholt, wenn nicht übertroffen. Er wuchs völlig sorgenfrei im Reichtum auf,
wurde von seiner Erzieherin Elvira Olvarez aber keineswegs verwöhnt: "Sie war immer streng", erinnert sich der Sänger heute.
Er schaffte einen ordentlichen Schulabschluss und begann sogar ein Wirtschaftsstudium, bevor er sicher war, dass die Sache mit
der Musik funktionieren würde. Keine Spur einer schweren Jugend, nicht der leiseste Hauch einer gequälten Künstlerseele.
Wem es so gut geht wie Iglesias, dem fällt es wahrscheinlich einfach leichter zu teilen. So lässt er seine einstige Erzieherin
inzwischen bei sich wohnen, ist stets freundlich zu Fans und Journalisten. Und erhält sich genau durch diesen Mangel an Mysterium ein bisschen davon.
Quelle: unterhaltung.de.msn.com
Press Report
Enrique hat dem Onlinemagazin der Zeitschrift "Zeit" ein Interview gegeben und 99 Fragen beantwortet. Einige sind etwas seltsam, aber trotzdem sehr interessant! Viel Spaß beim Lesen!
99 Fragen an Enrique Iglesias
Mehr braucht kein Mensch
London, eine Suite des für seinen dezenten Luxus bekannten Hotels The Langham. Da sitzt sein Manager, ein Turnschuh-Typ, in die geblümten Polster hineingelegt, Computer auf den Knien, Handyknopf im Ohr, und tippt. 40 Minuten Interview mit dem Latin-Pop-Superstar Enrique Iglesias (in Spanien geboren, seit seinem achten Lebensjahr in Miami). Er ist der Star der kleinen Mädchen, schwulen Männer mit bürgerlichem Lebensstil, Hausfrauen, Sekretärinnen: in etwa so. Er gehört zu der Sorte total berühmter Superstars, von der kein Mensch ganz genau sagen kann, für was sie eigentlich berühmt ist.
Seine Musik ist ein Querschnitt aus allem, was ganz okay klingt und sich gut verkauft (Hip-Hop-Beats, Flamenco-Gitarren, sexuell leicht anzüglicher Schubidu-Gesang). Er ist der Sohn des Königs aller Schnulzensänger, Julio Iglesias, er führt eine Beziehung mit dem russischen Tennis-Pin-up Anna Kournikova, die schon erstaunlich lange hält (seit acht Jahren).
Die letzte Fußballeuropameisterschaft hat er mit dem Song »Can You Hear Me« eröffnet, gerade ist sein neues Studioalbum, sein fünftes, erschienen. Reicht doch. Es gibt mit ihm absolut nichts Sinnvolles zu besprechen außer den üblichen Frauenzeitschriften-Themen (Frauen, schöne Frauen, sexy Frauen, Körperpflege) - doch, halt: Mit Enrique muss man natürlich auch über seinen Vater Julio sprechen und sein Los, zu einem Leben als Sohn eines berühmten Vaters verdammt zu sein - da sollte der Interviewer ruhig ein wenig Psychologie betreiben, das könnte lustig werden. Der Typ, der da gerade das Hotelzimmer betritt und nach einigermaßen nichts aussieht - Baseballkappe, Fleecejacke, Jeans, Dreitagebart -, ist er dann auch gleich: Enrique. Er hält eine Schüssel in der Hand, in der ein Hühnerfleisch-Sandwich auf einer Portion Pommes liegt, er setzt sich, kaut, die Schüssel in seinem Schoß: Entschuldigung, er sei heute vor lauter Interviews noch nicht zum Essen gekommen. Er guckt, kauend, mit seinen schönen Augen. Der Superstar Enrique Iglesias hat schlechte Haut und Ringe unter den Augen: angenehm. Der Manager hatte vor dem Interview durchgegeben, dass wenigstens die ersten Fragen von der Musik und vom neuen Album "Euphoria" handeln sollten.
01. Haben Sie in den letzten Monaten einen Gitarrenakkord dazugelernt?
Ich kann jetzt drei Akkorde auf der Gitarre spielen. Ich setze auf die klassischen spanischen Akkorde, ich setze auf Moll.
02. Kann Ihre Stimme etwas, was sie auf den letzten Alben noch nicht konnte?
Ich kann meine Stimme nun gleichmäßig über ganz unterschiedliche Rhythmen hinwegfließen lassen. Das ist mir auf früheren Alben noch nicht so gut gelungen.
Er spricht mit vollem Mund, entschuldigt sich erneut, dass er den Mund voll hat. Höflicher Superstar Enrique Iglesias.
03. Jemals einen Song in Ihrem Privatflugzeug geschrieben?
Das ist vorgekommen, ja.
04. Wahres Gerücht, dass Sie Ihre Songs gern im Jacuzzi, eingerahmt von flackerndem Kerzenlicht, schreiben?
Das ist ein vollkommener Blödsinn. Wer hat Ihnen diesen Quatsch erzählt?
05. Sind alle Enrique-Iglesias-Songs Sommersongs?
Mit der Idee, dass alle meine Songs Sommersongs sind, kann ich etwas anfangen, ja.
06. Einverstanden, dass ein Enrique-Iglesias-Song sich in Los Angeles vollkommen anders anhört als, sagen wir, in Berlin oder irgendeiner trostlosen Plattenbau-Metropole in China?
Aber das gilt doch für alle Songs, nicht nur für meine. Die Qualität eines Songs verändert sich mit den Umständen, unter denen du den Songs hörst, der Frage, wo du bist, wie du die Nacht zuvor geschlafen hast, wie es in deinem Zimmer riecht, ob du einen Hund oder eine schöne Frau in deiner Nähe hast.
07. Ihre Definition von Latin Pop?
Das ist der Einfluss Südamerikas auf die moderne Popmusik. Keine Ahnung. Es ist warm, und Sie möchten tanzen.
08. Wenn Elvis der Großvater des Rock ist, wer ist dann der Großvater des Latin Pop?
Einer der ganz großen Latin-Musiker, aber sicherlich noch kein Großvater dieser Gattung, ist Juan Luis Guerra. Ich habe auf meinem neuen Album mit ihm zusammengearbeitet.
09. Wenn Sie sich für einen Song im Werk Ihres Vater entscheiden möchten, welcher wäre es?
Das wären eine Menge Songs.
Sie sollen sich jetzt bitte für einen entscheiden.
Dann nehme ich gleich seinen ersten Song, La Vida Sigue Igual. Er hat ihn selbst geschrieben. Und er ist in diesem Song noch ganz er selbst.
Er hat, spätestens jetzt, verstanden, dass das hier ein bisschen komisch wird: anders als die anderen Gespräche, die er heute noch gibt. Es kostet ihn keine besondere Anstrengung. Aber es nervt ihn, es stört den Medienprofi, den Kontrollfreak, den international agierenden Pop-Unternehmer, dass er noch nicht abschätzen kann, worauf die Sache hier hinausläuft. Blick zum Manager auf dem Blumensofa: Der guckt in den Computer. Enrique hat beide Hände in der Pommes-Schüssel. Die Stirn des Popstars wirft Falten.
10. Welches Kompliment Ihres Vaters, Ihre Musik betreffend, werden Sie nie vergessen?
Ich habe mit meinem Vater nie über meine Musik gesprochen. Das mag schwer zu glauben sein, aber es ist mein Ernst. Ich habe überhaupt nur ein einziges Mal mit meinem Vater über Musik gesprochen. Das war am Morgen meines 18. Geburtstags.
11. Wann zuletzt mit Ihrem Vater an einer Bar gesessen und zwei, drei große Gläser Whisky zusammen ausgetrunken?
Machen Söhne das mit ihren Vätern? Bei uns ist das jedenfalls noch nie vorgekommen. Lassen Sie es mich so beantworten: Ich habe nie mit meinem Vater zusammengesessen und hatte auch nur einen Tropfen Alkohol in meinem Körper.
12. Ganz andere Frage: Wann haben Sie Ihren Vater zuletzt gesehen?
Vor zwei Jahren. Beim Tod meines Großvaters.
13. War es für Sie eine wichtige Entscheidung, anders als Ihr Vater nicht spanisch, sondern englisch zu singen?
Auf meinem neuem Album befinden sich englisch- und spanischsprachige Songs. Das war eine bewusste Entscheidung – und ein ganz natürlicher Vorgang. Die Songs, die ich schreibe, stellen sich in einem frühen Stadium als englisch- oder spanischsprachige Songs heraus.
14. Richtig, dass Sie niemals im weißen Jackett auf die Bühne treten würden, weil Ihr Vater seine Weltkarriere barfuß und im weißen Jackett beschritten hat?
Nein. Das würde ich durchaus tun. Das habe ich auch schon getan.
15. Stimmt das irre Gerücht, dass Sie mittlerweile doppelt so viele Platten wie der Hitparaden-Millionär Julio Iglesias verkauft haben?
Ich weiß nicht, wie viele Platten mein Vater verkauft hat: Sind es mehr als Elvis? Mehr als die Beatles?
Pause. Orientierung. Die Fragen über den Vater hat er wie eine Eins genommen, locker, freundlich, äußerst konzentriert, aufmerksam und effizient, also ohne auch nur ein Gramm mehr Gefühl oder Information herauszulassen, als unbedingt nötig ist (auf Vater Julio werden wir, weil es zu schön ist, später noch zurückkommen). Der Fairness halber kündigt der Interviewer an, dass es nun in das Reich der grauenhaft seichten Fragen geht. Ihm ist das gleich. Er ist gerade fertig mit essen. Er beteuert, auch wenn das keineswegs stimmen muss, dass er sich absolut großartig fühlt.
16. Ihre Größe in Zentimeter?
190.
17. Ihre Schuhgröße?
11.
18. Der Name Ihres Eau de Cologne?
Azzaro.
19. Der Name Ihrer Nachtcreme?
Hängt davon ab, was im Hotel gerade so herumliegt.
20. Nass rasieren oder trocken rasieren?
Trocken.
21. Deodorant oder kein Deodorant?
Deodorant. Ich putze mir auch die Zähne, falls Sie das noch wissen wollen.
22. Wie lautet die Firma Ihrer Unterhosen?
Hugo Boss.
23. Welche Sportart bildet Ihrer Erfahrung nach den schönsten männlichen Körper?
Schwimmen. Gut für die Muskeln, gut für die Knochen.
24. Wie heißt der Beauty-Spezialist, dem Sie persönlich am meisten vertrauen?
Ich gehe zum Hautarzt. Ich gehe nicht zum Kosmetiker.
25. Waren Sie jemals eine ganze Woche lang in Ihrem Leben nicht dunkelbraun gebrannt im Gesicht?
O ja. Vor zwei Wochen war ich ein paar Tage auf einem Boot in Miami. Davor war ich blass wie ein New Yorker im Februar.
26. Stimmen Sie zu, dass Männer insgesamt – seitdem okay aussehende Kleidung so preiswert geworden ist und der Durchschnittsmann in Europa und Amerika vor dem Zubettgehen eine Gesichtscreme aufträgt – heute wesentlich besser aussehen als noch vor zehn Jahren?
Dem kann ich nicht zustimmen. Ich muss auch sagen: Diese Frage verstehe ich nicht. Was soll mit dem Aussehen von Männern passiert sein?
27. Ihre Baseball-Kappen-Firma?
Adidas.
28. Können Sie mir heute, mit dem Abstand von zehn Jahren, die Wollmützen erklären, die Sie in Ihren Popvideos in den Jahren 1999 und 2000 getragen haben?
Richtig, da habe ich Mützen getragen. Aber ich erinnere mich nicht genau, was das für Mützen waren. Mützen halt.
Er lächelt. Vielleicht auch deshalb, weil er glaubt, sich in diesem Gespräch nun auszukennen: Da kommt, so seine Einschätzung, nun nicht mehr viel. Wir gehen – alter Trick der subtilen Gesprächsführung – von den seichten zu den ultraseichten Fragen über. Das Tempo wird angezogen: etwa 20 Schwachsinnsfragen pro Minute. Er sitzt vornübergebeugt, die Hände gefaltet, den Schirm seiner Baseballkappe über den Augen, dauerlächelnd. Das kann man auch genießen, mit einem Sexsymbol so explizit über Sex zu reden. Let’s go.
29. Die Namen Ihrer zwei besten Freunde?
Andres und Gonzo.
30. Wie müssen wir uns eine wirklich wilde Nacht mit Andres, Gonzo und Enrique vorstellen?
Wir gehen auf ein Boot. Wir trinken Wodka. Wir fahren nackt Wasserski bei Nacht. Der Typ, der das Boot lenkt, würde übrigens nie etwas trinken, das ist mir ganz wichtig, da kenne ich keinen Spaß.
31. Blond oder braun?
Keine Vorlieben.
32. Blau oder braun?
Keine Vorlieben.
33. Was wollen alle Frauen?
Sie wollen ihren Prince Charming.
34. Was wollen alle Groupies?
Sie wollen fünf Minuten deiner Zeit.
35. Bett oder Sofa?
Sofa.
36. Strand oder Swimmingpool?
Strand.
37. Segeljacht oder Privatjet?
Das Flugzeug.
38. Scarlett oder Penélope?
Beide sind sehr sexy. Auf ganz unterschiedliche Art.
39. Wer ist die schönste spanische Frau?
Die kennen Sie nicht.
40. Kennen Sie eine schöne deutsche Frau?
Natürlich. Eine Karen. Wunderschön. Aus Baden-Baden.
41. Ihr ewiges James-Bond-Girl?
Die aus For Your Eyes Only (In Tödlicher Mission).
42. Ihr Lieblings-Unterwäschemodell?
Da nehme ich die Holländerin – die, die alle gerade sexy finden. Ich habe den Namen gerade vergessen.
43. Einverstanden, dass Leonardo DiCaprio wirklich großes Talent im Brutal-sexy-Freundinnen-Finden hat?
Bar Rafaeli, natürlich! Sie ist unglaublich.
44. Können Sie zugeben, dass Sie mittlerweile lieber das dritte Bier bestellen, als mit der aufregenden Frau, die neben Ihnen an der Bar steht und deren Vornamen Sie nicht kennen, nach Hause zu gehen?
Kommt ein bisschen auf die Frau an, nicht wahr? Aber richtig: Ich trinke lieber den dritten Wodka, als mit der Frau nach Hause zu gehen, deren Vornamen ich nicht kenne. Also: Ich trinke Wodka, kein Bier. Ich bin kein großer Biertrinker.
45. Wie sagen Sie »I love you«?
So: I love you.
46. Haben Sie eine nette Art gefunden, Nein zu einer attraktiven Frau zu sagen?
Du lächelst.
47. Korrekte Beobachtung, dass die fünfzigjährigen Frauen die neuen Zwanzigjährigen sind?
Ich hörte, dass die Vierzigjährigen die neuen Zwanzigjährigen sind.
48. Verstehen Sie, wovon Frauen reden, wenn Sie sich einen humorvollen Mann im Bett wünschen?
Gegenfrage: Wollen Frauen einen humorvollen Mann im Bett haben?
49. Fühlen Sie sich als Liebhaber manchmal unter Druck gesetzt, weil Sie der Sohn von Julio, des Königs aller Liebhaber, sind?
Ich verspüre keinerlei Druck.
50. Hat Ihnen Ihr Vater, die Frauen betreffend, jemals einen Ratschlag gegeben?
Nein.
51. Hat Ihnen Ihr Vater, der ja wie kein anderer Vater die Frauen kennt, die russischen Frauen besonders ans Herz gelegt?
Nein.
52. Welche besondere Qualität zeichnet russische Frauen Ihrer Erfahrung nach aus?
Ich glaube nicht, dass russische oder tschechische oder südamerikanische Frauen über einen besonderen Charakter verfügen. Ich glaube überhaupt, dass es Quatsch ist, Frauen einem nationalen Charakter zuzuordnen – ich jedenfalls denke so nicht über Frauen. Es ist meine feste Überzeugung, dass man über Frauen nur als Individuen reden kann. Jede Frau, auch jede russische Frau, ist anders.
53. Richtiger Eindruck, dass Sie manchmal ein bisschen erschöpft davon sind, immer der sexy Enrique Iglesias sein zu müssen?
Sexappeal ist das Gegenteil von Anspannung, von Verkrampfung. Du darfst nicht zu viel wollen. Es passiert entweder ganz natürlich, oder es passiert nicht.
54. Welche Sexseite im Internet empfehlen Sie?
Keine Ahnung. Solange du erwachsen bist, ist Sex im Internet okay.
55. Ihre Lieblings-Anna-Kournikova-Site im Internet?
Die offizielle natürlich. Kournikova.com.
56. Wo ist Ihre Freundin jetzt gerade?
Bei uns zu Hause. In Miami.
57. Einverstanden, dass die Beziehung, die Sie seit nun acht Jahren zu der russischen Tennisspielerin Anna Kournikova unterhalten, auf eine schwer fassbare Art etwas Moderneres, Avancierteres, im besten Sinne Zeitgemäßeres ist als einfach eine Beziehung?
Moment. Eine Beziehung ist eine Beziehung. Sie basiert auf Vertrauen, Verständnis, Mitgefühl. Fertig. Aus.
58. Ihr Geheimnis einer langen Beziehung?
Privatsphäre.
Er lacht. Er lacht jetzt richtig laut. Das ist ein schöner Anblick, den Geschäftsmann und Kontrollfreak Enrique von Herzen lachen zu sehen. Da schaut sogar der Manager auf dem Blumensofa einmal kurz hoch. Dass er, der Latino-Popstar Nummer Eins, es hinbekommt, gegen alle Wahrscheinlichkeit noch ein Privatleben zu haben, das ist sein Sieg.
59. Und noch ein irres, wieder absolut schwachsinniges, weil frei vom Himmel herunter erfundenes Gerücht, wie folgt: Können Sie bestätigen, dass Heidi Klum Ihr Angebot abgelehnt hat, die Rolle Ihrer Freundin zu übernehmen, die Ihnen für Partys und PR-Auftritte zur Verfügung steht?
Das ist absoluter Blödsinn. Ich habe Heidi Klum nie getroffen. Übrigens, auch sie ist eine sehr schöne, eine äußerst attraktive deutsche Frau. Ein absoluter Hammer.
Er muss jetzt noch einmal richtig lachen. Der Interviewer lacht mit. Fröhliches Gelächter bei Star und Interviewer: Ja, Mensch, wir verstehen uns! Es tut ihm offensichtlich gut, einmal nicht über seine Musik zu sprechen, über die es ja wahrscheinlich auch für ihn nicht ganz einfach ist, etwas zu sagen. Wir müssen nun aufpassen, dass es nicht zu albern wird. Wir brauchen: Gefühl, Tiefgang, irgendeinen Sinn. Tiefsinn mit Enrique Iglesias: Wie, um Himmels willen, soll das gehen?
60. Wie geht’s Ihrem guten Freund Mickey Rourke?
Das letzte Mal habe ich ihn vor den Oscars in einer Bar in Los Angeles gesehen. Er war, wie er immer ist: sehr großzügig, großherzig, humorvoll, unterhaltsam.
61. Wie geht’s Ihrer lieben Freundin Sarah Connor?
Längere Zeit nicht mit ihr geredet, aber sie ist wunderbar. Wie Sie wissen, habe ich sie in Los Angeles beim Dreh eines Musikvideos kennengelernt.
62. Hängt es Ihnen zum Hals raus, dass Sie immer wieder erklären müssen, dass Sie von den zwei berühmtesten Latin-Pop-Sängern des Planeten nicht der sind, der gerade sein Coming-out hatte?
Diese Verwechslung hat meines Wissens nie stattgefunden.
63. Freuen Sie sich über das Coming-out Ihres Kollegen Ricky Martin?
Ich bin glücklich darüber, ich bin erleichtert. Sein Coming-out war ein mutiger Schritt, ich gratuliere ihm dazu. Ricky steht unter ständiger Beobachtung. Einen so wichtigen Teil seiner Persönlichkeit nicht offen zeigen zu können, muss eine furchtbare Last gewesen sein. Lassen Sie es mich so ausdrücken: Wäre ich schwul, ich würde es öffentlich machen, je früher, desto besser.
64. Als Schwulenikone, die Sie natürlich auch sind: Haben Sie eine Botschaft an Ihre homosexuellen Fans?
Ich habe viele homosexuelle Freunde. Aber, nein, ich habe keine besondere Botschaft an Homosexuelle – wohl aber eine Botschaft an all diejenigen, die Homosexuelle nicht akzeptieren: Bewegt euch, hört auf, so intolerant zu sein! Ich habe eine Botschaft an die vielen Eltern, die ihre Kinder nicht akzeptieren, weil sie schwul sind – sie lautet: Eltern, die ihre Kinder ablehnen, weil sie anders sind, ganz gleich, auf welche Art anders, sind keine guten Eltern.
65. Wie lautet Ihre Botschaft an die Sekretärinnen dieser Welt, die kreischen, wenn sie Ihre Musik hören?
Oh, ich liebe Sekretärinnen. Zwei Fantasien haben mich mein Leben lang beflügelt: Sekretärinnen und Lehrerinnen. Ich hatte eine umwerfende Literaturlehrerin, sie hat mich immer durchfallen lassen. Die engen Kostüme, die Brillen … die intellektuelle Aura, die diese Frauen umgibt, ist brutal sexy. Meine Botschaft an alle Lehrerinnen und Sekretärinnen der Welt lautet: Danke, dass es euch gibt.
Er freut sich. Natürlich, er freut sich darüber, dass er dieses Gespräch beherrscht und seine Antworten zusehends mehr Drive, Charme und Persönlichkeit bekommen. Enrique Iglesias, was für ein netter, gerader, offener und sympathischer Mensch. Er redet keinen Quatsch. Und wenn es darauf ankommt, ist er sogar ein guter, ein politisch korrekter Mensch (die Rechte von Schwulen und Sekretärinnen betreffend). Wir wollen nun erleben, dass er einmal von sich selbst überrascht ist. Wir wollen ihm – gegen alle Wahrscheinlichkeit – einmal wirklich nahekommen.
Zeit für ein Spielchen, den Self-Rating-Test. Sie schätzen Ihr Talent zwischen zehn Punkten, grandiose Begabung, und null Punkten, keinerlei Begabung, ein.
Okay.
66. Unterwäsche-Modell.
Null. Ich hätte keine Chance, eine Unterwäschekampagne mit Würde zu überstehen, glauben Sie mir. Ich sähe wie ein Vollidiot aus.
67. Don Juan.
Drei Punkte.
68. Frank Sinatra.
Fünf.
69. Fußballspieler.
Sieben.
70. Stierkämpfer.
Da wäre ich eine Pussy. Drei. Zwei.
71. Flamenco-Gitarrist.
Acht.
72. Sohn.
Mein Talent als Sohn? Da gebe ich mir eine Zehn. Ich bin ein guter Sohn.
73. Sie sind nicht rauschgiftsüchtig und kein Alkoholiker, Sie blicken auf eine Weltkarriere zurück, Sie haben eine prima Freundin, tragen Baseballkappen, stehen mit beiden Füßen auf dem Boden. Manchmal überrascht darüber, dass Sie Ihren Vater seelisch überlebt haben?
Ach, wissen Sie …
Er denkt nach. Wahrscheinlich hätte jeder Mensch sich an dieser Stelle einen Moment zum Nachdenken genommen, also auch der ultrasympathische Herr Iglesias. Wir werden härtere Seiten aufziehen müssen, ihn ärgern und erschrecken müssen, um doch noch ein Stück Wahrheit aus ihm herauszukitzeln: mal hören.
Niemand ist perfekt. Ich versuche, mich so gut es geht zu schlagen – als Sohn, als Kumpel, als Sänger, als Typ, der gar nicht so sehr anders ist als ihr Typen da draußen. Manchmal denke ich: Meine Erziehung hat einfach gut hingehauen. Auch wenn meine Eltern selten zu Hause waren, sie waren schlau genug, mir eine Kinderfrau, also eine zuverlässige Kraft, an die Seite zu stellen, die auf mich aufgepasst hat.
74. Ihre Mittel gegen Einsamkeit?
Songs schreiben.
75. Sind Sie jetzt gerade todtraurig?
Überhaupt nicht.
76. Sind Sie brutal gelangweilt?
Nein. Null.
77. Geht Ihnen das Sonnenlicht auf die Nerven?
Nie.
78. Überfällt Sie manchmal die Lust, einem wildfremden Menschen voll ins Gesicht zu hauen?
Du lieber Himmel, nein! Haben Sie diese Träume? Da kann ich Ihnen nicht folgen. Ich bin ein friedfertiger Mensch.
79. Wie geht’s Ihrer wunderbaren Kinderfrau Mrs. Elvira Olvarez?
Ich habe sie zu mir geholt, jetzt lebt sie bei mir in meinem Haus in Miami. Sie war immer streng. Mittlerweile ist sie 70 Jahre alt, sie kümmert sich um meine Hunde.
Er liegt tief hinten im Sessel. Lächelnd. Die Hände gefaltet. So haben wir uns diesen Enrique Iglesias vorzustellen: als einen, der mit seinen Hunden spielt, einen, der seine Kinderfrau auf ihre alten Tage zu sich nach Hause holt. Der Manager hält eine Hand hoch: noch fünf Minuten.
80 Ihr Lieblingsspiel auf dem iPhone?
Ich spiele nicht auf dem iPhone.
81. Ist es einfach, auf einer Bühne vor 100.000 Menschen ein glücklicher Mensch zu sein?
Das ist das Einfachste. Ich kann auf der Bühne so gut entspannen wie an keinem anderen Ort. Der Mensch auf der Bühne ist der glücklichste Mensch der Welt.
82. Was ist der Sinn des Lebens?
Entsetzlich, entsetzlich! Diese Frage hätte ebenso gut Norbert Körzdörfer, der Promi-Interviewer der »Bild«-Zeitung, stellen können, aber wir wissen uns nicht anders zu helfen, wir wollen jetzt auf die letzten Meter unbedingt noch irgendeinen Sinn!
Alles läuft auf dein persönliches Glück hinaus. Ich denke, Glück, das ist, wenn du Verantwortung für dich und ein Stück Verantwortung für die Welt übernimmst.
83. Eine große Frage, die ich mir immer gestellt habe: Welche sinnvolle Tätigkeit soll der Mensch am Rand eines sonnenüberfluteten Swimmingpools verrichten?
Da sage ich: mit seinen Hunden spielen.
84. Was sagt der Psychiater?
Ich war nie bei einem. Vielleicht sollte ich aber mal einen aufsuchen. Eine Therapie hat noch niemandem geschadet.
85. Wie heißt Ihr Einschlafmittel?
Ich nehme Ambiant. Es macht – angeblich – nicht körperlich abhängig.
86. Welches Hotel hat die besten Matratzen auf der Welt?
Das Ritz in Paris.
87. Lesen Sie immer noch »Mickey Maus« zum Einschlafen?
Nein.
88. Können Sie versprechen, dass Sie niemals mehr als zwei Schlaftabletten pro Nacht nehmen?
Exakt zwei Tabletten sind mein Limit.
89. Sicher, dass Sie kein Alkoholiker sind?
Ich bin zu hundert Prozent sicher, dass ich kein Alkoholiker bin.
Der Manager klappt seinen Computer zusammen, steht auf. Von der Mitte des Raums stellt er ein Frage auf Spanisch. Enrique antwortet auf Spanisch. Er, Latin-Popstar, steht nun ebenfalls auf. Seine große, schlanke Gestalt. Ach, ihr Baseballkappen-Typen: Wenn Profitum bedeutet, unter widrigen Umständen die Laune hochzuhalten, dann ist er, Enrique, Vollprofi. Der Manager und sein Popstar haben nun Wichtiges zu besprechen. Er gehört uns nicht mehr, er ist eigentlich schon weg. Noch zehn Fragen an Enrique Iglesias.
90. Die Namen Ihrer zwei Hunde?
Lucas und Grammy.
91. Sind Sie eher 30 oder 40 Jahre alt?
Ich bin 35.
92. Soll Ihre wunderschöne Freundin jetzt endlich mal schwanger werden?
Ich freue mich darauf, Vater zu werden – zum richtigen Zeitpunkt. Dieser Zeitpunkt ist noch nicht gekommen.
93. Wissen Sie, wie viele Geschwister Sie haben?
Natürlich. Es sind neun. Der Jüngste ist drei Jahre alt, er heißt Guillermo und lebt bei seiner Mutter.
94. Eine Ahnung, wie viele Kinder Sie haben?
Ich habe keine Kinder.
95. Als Einwohner Floridas wissen Sie das: Wird sich der Golf von Mexiko jemals von der Ölkatastrophe erholen?
Ich wohne an der Ostküste von Florida. Die hat das Öl Gott sei Dank nicht erreicht.
96. Wird Spanien die Wirtschaftskrise überleben?
Ich lebe in den USA, aber ich vertraue dem spanischen Volk. Viva España.
97. Kennen Sie einen guten Titel für eine Greatest-Hits-Sammlung?
Der beste Titel für eine Greatest-Hits-Sammlung lautet Greatest Hits.
98. Traurig darüber, dass Sie jetzt nicht mit mir nach draußen gehen und sich zu den Leuten in die Sonne setzen können?
Stellen Sie sich vor: Ich tue das. Ich tue meistens genau das, worauf ich gerade Lust habe.
99. Welchen Elvis-Song möchten Sie in diesem Leben noch einmal neu aufnehmen?
Wenn einen Elvis-Song, dann Can’t Help Falling In Love With You.
Quelle: zeit.de
Live Lounge Chat
Am Montag Abend fand in Kanada der
Live Lounge Chat mit Enrique statt, der von inMusic organisiert wurde. Hier habe ich für Euch die Fragen und Antworten übersetzt:
Wie würdest du einen Tag mit einer Gruppe deiner Fans verbringen?Ich würde einen Haufen Fragen stellen. Ich mag es fragen zu stellen.
Wird es eine Europa-Tournee geben im 2010?Ja, aber nicht dieses Jahr, sondern im 2011. Ich plane eine Welttournee für 2011, aber ich weiss noch nicht, ob wir zuerst in Europa oder zuerst in den USA spielen werden. Dann wird es weiter gehen nach Asien und den Rest der Welt. Die ganze Tournee wird etwa ein Jahr dauern.
Welchen Song würdest du momentan wählen, um dich zu ermuntern?Weißt du welcher Song mich in gute Laune bringt? ‘Sex on Fire’ von Kings of Leon.
Gibt es einen älteren Song von dir, den du während den letzten Tourneen nicht gesungen hast und jetzt in die bevorstehende Tournee mit einbeziehen möchtest?Da gibt es einen Song, den ich seit meiner allerersten Tournee nicht mehr gesungen habe, er heisst ‚Inventame’.
Würdest du lieber in einem Horrorfilm oder in einer Komödie mitspielen?In einer Komödie.
Welcher ist dein emotionalster Song?Lass’ mich überlegen … Da ist der Song ‚Coming Home’ auf meinem neuen Album, den ich sehr mag. Ja ‚Coming Home’ und auch ‚Heartbreaker’.
Wer hat dich inspiriert dich Musik zu schreiben?Da gibt es viele Künstler, die mich inspiriert haben. Das Schreiben war für mich mit 13, 14 Jahren so etwas wie eine Therapie. Ich wusste, dass ich auf irgend eine Weise ins Musikbusiness einsteigen würde. Als Student konnte ich nicht länger als 20 Minuten lernen, aber ich konnte stundenlang Songs schreiben. Was ich oft tat war, Songs über andere Songs zu schreiben. Aber zurück zur Frage … ich kann eigentlich keinen Künstler im Speziellen nennen.
Wenn du zwischen einer wahren, endlosen Liebe und deiner Karriere wählen müsstest, wen oder was würdest du wählen?Oh, das ist eine schwierige Frage … Ich weiss nicht, Mann ich liebe meine Karriere so sehr. Ich hasse es sagen zu müssen, denn es hört sich schrecklich an. Aber …… (lange Pause) beides ist die wahre Liebe.
Jemand möchte wissen, warum du gestern eine Sonnenbrille getragen hast.Ich weiss nicht... weil es geregnet hat? Ich reagiere sehr empfindlich auf Regen...
Dein Lieblingssong auf dem neuen Album?‚Heartbeat’ mag ich sehr. Es ist schwierig meinen Lieblingssong auszuwählen, aber ‚Heartbeat’ kann ich oft hören. Auch ‚One Day At A Time’ mit Akon. Von den spanischen Songs ist es ‚Cuando Me Enamoro’ mit Juan Luis Guerra. Und die nächste Single ‚No Me Digas Che No’ und ‚Ayer’. Eigentlich habe ich diese drei Songs zusammen mit December Bueno geschrieben, der genau so aussieht wie du, jedoch mit längeren Haaren.
Was würdest du tun, wenn du kein Sänger wärst?Ich weiss nicht, es ist beängstigend, ich werde das so oft gefragt … Ich studierte Betriebswirtschaft … aber ich war nicht der Beste Student. Ich weiss nicht, was ich tun würde, es ist beängstigend. Momentan geniesse ich meine Karriere mehr denn je, vielleicht weil ich etwas älter und reifer bin … ich gehe auf die 50 zu … Ich muss sagen ich habe grosses Glück.
Jenny schreibt, dass sie bald 15 wird und deine Glückwünsche würden ihr viel bedeuten.Jenny, happy birthday. 15 Jahre, wow. Ich erinnere mich ganz genau an meinen 15. Geburtstag.
Und was hast du da gemacht?Darf ich vor der Kamera nicht sagen … (hier kann Enriques spitzbübischer Gesichtsausdruck natürlich nicht fehlen)
Was ist in deinem Leben die grösste Angst?(sehr lange Pause) … unglücklich zu sein. Was immer ich im Leben mache, ich versuche es in vollen Zügen zu geniessen und glücklich zu sein. Es kann manchmal schwierig sein, ein Glücksgefühl zu erreichen. Ja, genau das … ich würde nicht gerne unglücklich sein.
Singst du lieber auf Englisch oder Spanisch und warum?Es kommt auf den Song an. Ich finde einige sind dazu gedacht auf Englisch gesungen zu werden, andere auf Spanisch. Es kommt wirklich auf den Song an.
Von den vielen Zusammenarbeiten auf deinem Album, welche hast du am meisten genossen?Das ist eine gute Frage. Jeden Song, den ich fürs Album geschrieben habe, war nicht gleich zu Beginn als Duett gedacht - ausser ‚Heartbeat’. Nicole und ich hatten bereits vorher über eine Zusammenarbeit gesprochen, da wir beim gleichen Label sind. Mit Usher hat es sich ergeben, weil ich ihn kenne und wir Freunde sind. Ich schrieb den Song, hab’ ihn dann angerufen und gesagt, dass ich den Song ‚Dirty Dancer’ vorbereitet hätte. Es ist witzig, denn als er dann ins Studio kam, änderte er den Titel auf ‚Dirty Girl’. Wir hatten darauf ein paar Diskussionen wie der Song nun heissen sollte. Deshalb beginnt der Text mit ‚this is for the dirty girls’. Aber das war ja nicht die Frage … Er ist so talentiert und es war grossartig mit ihm zusammen zu arbeiten. Und da ist noch Pitbull. Es ist so schwierig einen Song herauszupicken, weil die Duettpartner so verschieden sind. Sie alle haben einen anderen musikalischen Werdegang. Ich kann nicht wirklich einen Favoriten nennen, sie sind alle total verschieden.
Beim Schreiben eines neuen Songs, denkst du da zuerst an den Text oder die Melodie?Es kommt darauf an … Manchmal beginne ich mit dem Titel, ein anderes Mal mit der Melodie oder mit dem Text. Für dieses Album habe ich zum ersten Mal viele Songs wieder umgeschrieben. Zum Beispiel bei ‚One Day At A Time’ habe ich zuerst mit der Melodie und dem Text begonnen, doch später mussten wir die Strophen etwa 3 Mal neu schreiben, obwohl ich nicht unbedingt viel davon halte. Doch manchmal muss es sein und es wurde einer meiner Lieblingssongs auf dem Album. Das zeigt, es gibt nicht wirklich ein Rezept und wenn etwas Spezielles da ist, sollte man es nicht einfach aufgeben. Das habe ich mit diesem Album gelernt, denn früher gab ich oft viel zu schnell auf. Wahrscheinlich habe ich Songs vernichtet, die ich nie hätte vernichten sollen.
Wenn du nur drei Dinge mit auf Tournee nehmen könntest, wofür würdest du dich entscheiden?Einen Luftbefeuchter, meinen Hund und eine Saftpresse. Das hört sich albern an, nicht?
Würdest du mit deinem Bruder oder deinem Vater zusammen arbeiten?Ja, das würde ich. Ich weiss nicht genau, wie es zustande kommen würde. Es könnte ja auch etwas Privates sein, ohne dass es je auf einem Album erscheinen würde. Ja, das würde ich, denn ich mag ihre Arbeit. Bisher habe ich jedoch immer meine Karriere von meiner Familie getrennt.
Nenne den schönsten Ort, den du jemals gesehen hast.Ich liebe das Wasser, den Ozean. Ich liebe die Westküste von Mexiko. Ich mag es zu surfen. An einem schönen Tag aufs Wasser rauszugehen … das kann man fast nicht toppen. Früher war ich ein guter Ski- und Snowboardfahrer und Ski zu fahren an einem schönen Tag kann auch fast nicht getoppt werden. Ich begann etwa mit 11, 12 Jahren mit dem Wellenreiten, später wurde ich zum Windsurfer bevor ich wieder zum Wellenreiten zurückkehrte.
Würdest du in Zukunft gerne mal mit Justin Timberlake einen Song einspielen?Ja, ich mag ihn, das wäre cool.
Hier ist noch jemand, der Geburtstag hat.Ahmad, happy birthday.
Hast du dir auch schon Videos von dir auf YouTube angeschaut?Ja, das hab’ ich um ehrlich zu sein. Ich schaue mir meine Video an, ja. Heutzutage ist es mit YouTube so, dass es süchtig macht. Du vergisst deine Videos und kannst dir alles ansehen was du willst. Wer hat denn schon keine Zeit ins Internet zu gehen.
Dein Lieblingssong?Ist hier einer meiner Songs gemeint? Ich werde einfach mal meine Lieblingssong aufzählen: ‚Every Breath You Take’ vonThe Police, ‚Billie Jean’ von Michael Jackson, ‚Purple Rain’ von Prince. Ich könnte weitermachen mit ‚Yesterday’ von den Beatles. Alles Songs, die ich gerne selber geschrieben hätte.
Was bedeutet dir dein neues Album?Es bedeutet mir wie alle Alben sehr viel, weil man viel Arbeit, Schweiss und viele Stunden dafür einsetzt. Aber dieses Album fühlt sich anders an. Die Reaktion darauf war so gut und ich geniesse es aufrichtig, mehr denn je.
Wie war es mit Nicole zusammen zu arbeiten?Nicole war grossartig, sie ist ein Schatz. Wir haben vor ein paar Tagen für ‚Heartbeat’ ein Video gedreht und ich kenne sie ja schon seit Jahren. Es ist grossartig mit ihr zusammen zu arbeiten.
Was beruhigt dich?Ab und zu beruhigt mich ein Vodka. Oder es kann das Gegenteil bewirken.
Bist du in Miami wirklich nackt Wasserski gefahren?Das hab’ ich schon eine Million Male gemacht. Ich hab’ das früher mit meinen Freunden oft mitten in der Nacht gemacht. Wenn immer jemand eine Wetter verlor. Es geht nicht so ums nackt fahren, sondern weil es mitten in der Nacht ist und das ist wegen den Haien ziemlich gruselig. Wenn ich über die Küste fliege, sind viele Haie zu sehen. Viele würden gar nicht mehr ins Wasser, wenn sie das realisieren würden. Du siehst sie überall. Ich liebe Haie. Ich gehe oft zu den Bahamas zum Tauchen und ich habe dabei schon einige gesichtet.
Feierst du jedes Jahr deinen Geburtstag?Nicht so sehr. Für mich sind Geburtstage nicht so wichtig.
Was machst du mit all den Geschenken, die du von deinen Fans bekommst?Ich verkaufe sie … nein, ich mach’ nur Spass. Es kommt darauf an, was sie mir schenken. In meinem Haus in Miami hab’ ich sehr viele Geschenke von Fans.
Gibt es etwas in deiner Karriere, das du bedauerst?Ich habe Fehler gemacht, aber ich habe von diesen Fehlern gelernt. Nein, ich bereue nichts, ich habe sehr viel Glück gehabt. Ich habe fantastische und treue Fans und ich sag’ dir was … wenn in schlecht gelaunt bin, oder auch gestern, als ich auf tausende von Leuten traf, sie bringen mich immer in gute Stimmung. Ich habe Glück sie zu haben und da gibt es nichts was ich ändern würde.
Was war deine Inspiration zu ‚Why Not Me’?Ich mag diesen Song. Was ich daran mag ist, es hört sich für mich wie ein Wiegenlied an. Der Song hat etwas Beruhigendes an sich. Ich dachte, wenn ich ein Kind hätte … ich weiss allerdings nicht, ob es damit einschlafen würde. Hoffentlich schlafen damit nicht viele Leute ein …
Wo trittst du am liebsten auf?Unter der Dusche … hier beginnt alles und es hört sich unter der Dusche alles gut an. Ich mag Mexico und Argentinien sehr, es gibt auch viele Orte in den USA, die ich liebe. Indien war einer dieser Orte, der überwältigend war. Da waren mehr als 50'000 Leute, die herumhüpften und witzigerweise waren 80% davon Männer. Das war eines der besten Konzerte. Und die Iren sind unglaublich. Ich bin auch immer noch nervös vor Konzerten, aber vor TV-Auftritten noch mehr. Aber hier sind wir ja im Internet … Manchmal sind die Leute im Internet zu offen. Wenn du anfängst alles im Internet zu lesen, wirst du irre.
Was würdest du an deinem letzten Tag im Leben tun?Das bin ich auch schon gefragt worden. Ich weiss nicht … vielleicht würde ich Chili von einem Buffet wählen.
Dein Lieblingsort für den Urlaub?Mexico und die Bahamas
Hat ‚Euphoria’ deine Erwartungen erfüllt?Das hat es. Und es gibt für die Leute noch so viel mehr zu entdecken. Ich denke es wird noch einige Singles mehr geben …
Was ist das Lustigste, das ein Fan für dich gemacht hat?Ich kann das nicht vor der Kamera sagen … das ist eine saubere Sendung, ich will nicht eklig werden
Press Report
Enrique hat dem englischen Magazin "Guardian" und dessen Internetseite ein Frage-Antwort Interview gegeben. Es ist sehr Interessant und ich habs euch gleich mal übersetzt. Viel Spaß beim Lesen!
Q&A: Enrique Iglesias
Enrique Iglesias, 35, wurde in Spanien geboren, wuchs aber in Miami auf. Er ist der Sohn von Julio Iglesias und dessen erster Frau Isabel Preysler. Mit 18 sicherte er sich seinen ersten Plattenvertrag unter einem fiktiven Namen. Später, im Jahre 1995, gewann er dann den Grammy für sein spanisches Debutalbum, dass er nach sich selbst, Enrique Iglesias, nannte. Seitdem verkaufte er mehr als 55 Millionen Alben in spanischer und englischer Sprache. Sein neustes ist Euphoria. Er lebt in Miami und geht seit 2001 mit dem Tennisstar Anna Kournikova.
Wann bist du am glücklichsten?
Zu Hause mit meinen Hunden, oder draußen auf dem Boot beim Wasserski an einem schönen Miami-Tag. Und natürlich einen Hit zu haben, der mich mit den Menschen verbindet.
Was ist deine größte Angst?
Die Leidenschaft für das zu verlieren, was ich liebe.
Was ist deine früheste Erinnerung?
Als wir, als ich noch klein war nach Disney World gegangen sind und als ich im Krankenhaus war, das war auch noch ziemlich früh. Ich habe mich in der Badewanne verbrüht, weil man damals noch mit diesen Gasthermen heizte. Ich habe Narben an der Innenseite meiner Hüfte – nichts an den Nüssen!
Welche lebende Person schätzt du am meisten und warum?
Elvira, die Frau, die immer auf mich aufgepasst hat, wenn meine Eltern nicht da waren. Sie hat mir, meinem Bruder und meiner Schwester ihr ganzes Leben gewidmet. Jetzt passe ich auf sie auf.
Was war dein peinlichster Moment?
Ich war furzend auf meinem ersten Date im Kino. Da war ich 17.
Was ist deine am meisten geschützte Leidenschaft?
Meine Hunde.
Wo würdest du gern leben?
Wenn nicht in Miami, dann an der west Küste von Mexico oder in Australien.
Was würde deine Superkraft sein?
Das Fliegen.
Wenn du die Möglichkeit hättest, etwas von dir gegangenes wieder zurück ins Leben zu holen, was würdest du wählen?
Meinen Hund, Grammy, der vor drei Wochen starb.
Was ist deine schlechteste Angewohnheit?
Ich kaue an meinen Zehennägeln.
Was ist dein Lieblingswort?
Que pasa. (Es geschieht)
Was ist dein Lieblingsbuch?
Outliers, von Malcolm Gladwell.
Was ist dein schuldigstes Vergnügen?
Ein schuldiges Vergnügen ist ja etwas, dass einem ein bisschen peinlich ist. Ich könnte sagen Reality Shows – Aber ich schaue sie und es ist mir nicht peinlich und schuldig fühle ich mich auch nicht.
Wen würdest du zu deiner Traum-Dinnerparty einladen?
Elvis, Obama, Michael Jackson und Abraham Lincoln.
Was war deine größte Enttäuschung?
Jemandem getraut zu haben, der mich nur verarscht hat.
Wenn du deine Vergangenheit ändern könntest, was würdest du ändern?
Ich würde nichts verändern. Ich habe Fehler gemacht, aber dank dieser Fehler habe ich auch vieles gelernt.
Wenn du in der Zeit zurückreisen könntest, in welches Zeitalter würdest du gehen?
In das Dinosaurier Zeitalter.
Wie relaxt du am besten?
In meinem Haus, auf dem Sofa.
Wann warst du dem Tode am nahsten?
Wahrscheinlich immer wenn ich fliege. Ich bin ein Pilot, aber ich bin kein Fan von den vielen Checklisten und beachte sie meist nicht – nur wenn ich ganz allein fliege.
Was würdest du als deine größte Errungenschaft bezeichnen?
Die tollen Freunde, die ich habe.
Welchen Song sollte man auf deiner Beerdigung spielen?
What A Wonderful World.
Wie willst du in Erinnerung bleiben?
Als jemand, der einen Unterschied gemacht hat.
Was ist die wichtigste Lektion, die das Leben dir gelehrt hat?
Genieße es, denn es ist kurz!
Erzähl uns einen Witz!
Meine Witze kann man nicht erzählen.
Erzähl uns ein Geheimnis!
Ich hasse Photoshootings!
Quelle: guardian.co.uk
Press Report
Enrique gab einer indischen Zeitung via E-mail ein Interview darüber, wie es zu dem Namen des Albums kam und was es bezwecken soll. Ich hab Euch das hier mal schnell übersetzt!
'Euphoria', soll Unterschiede zwischen den Regionen verkleinern: Enrique Iglesias
Die spanische Popikone Enrique Iglesias hofft, dass sein nach drei Jahren Pause erschienenes Album "Euphoria", welches Songs in Englisch und Spanisch enthält, die Unterschiede beider Regionen verkleinern wird.
"Der Vorteil von "Euphoria" ist, dass es spanische und englische Songs enthält. Es ist eine tolle Art, die Unterschiede beider Regionen auf diese Weise zusammen zubringen", sagte Iglesias, 35, zu IANS in einer email aus Miami.
"Ich denke, es macht das Album anziehender, wenn beide Sprachen darauf verwendet sind. Mit diesem Album hatte ich die Möglichkeit, beide Sprachen einander gegenüber zu stellen."
"Früher habe ich immer nur nach einer Schiene gearbeitet. Habe ich ein englischsprachiges Album produziert, dann habe ich mich überwiegend auf die englische Sprache konzentriert. Habe ich ein spanisches Album gemacht, dann waren meine Gedanken nur auf Spanisch gerichtet."
"Wenn ich jetzt einen Song in Spanisch geschrieben habe und mich gut mit ihm fühle, dann sage ich zu mir selbst, dass ich jetzt einen noch viel besseren Song auf Englisch schreibe und umgekehrt", fügte er hinzu.
"Euphoria" ist insgesamt das neunte Album, aber das erste bilinguale von Iglesias, der letztes Jahr in Indien war und der "so gerne zurückkommen würde!"
Der 35-Jährige arbeitete mit Künstlern wie Akon und Usher zusammen. Wenn man ihn nach seinen Erfahrungen hierzu fragt, dann antwortet er: "Oh, es war eine tolle Erfahrung!"
"Das coole an diesem Album ist, dass die meisten Co-Produktionen sehr spontan und plötzlich kamen. Was ich sagen will ist, dass ich bis ich sie fertig geschrieben hatte, nicht einmal wusste, dass es Duette werden sollen."
"Usher und ich haben schon seit einer Weile, eigentlich seit ein paar Jahren miteinander gesprochen und wir sind Freunde und haben gesagt 'OK, es wäre toll, wenn wir was zusammen machen könnten.' Am Ende kam es dann ja auch dazu. Das Duett mit Akon war eine lustige Geschichte, denn als ich im Studio war und den Song einsang kam er auch vorbei und sagte 'Hey, lass mich die zweite Strophe singen!' Es war nicht geplant," sagte er.
In der Vergangenheit war der Sänger vor allem berühmt für Songs wie "Bailamos", "Hero", "Be With You", "Rhythm Divine", "Escape" und "Addicted".
Um Licht auf das Album zu werfen sagte Iglesias, dass die Songs auf "Euphoria" vorzugsweise Melodiegesteuert sind.
"Ich bin total Melodiegesteuert, denn ich denke, dass die Melodie das wichtigste am Song ist. Naja eigentlich ist es natürlich die Kombination aus Melodie, Text und der Produktion an sich. Aber ich mag die Melodie am liebsten, denn je einfacher der Song gestaltet ist, desto schwerer ist es, ihn zu schreiben", meinte der Sänger.
Das letzte Album des Sängers "Insomniac" erschien 2007. Warum entschied er sich dafür, das neue Werk "Euphoria" zu nennen?
"Es ist schwierig für mich enthusiastisch über etwas zu sein und vielleicht ist es auch, dass ich schon so viele Songs und Alben geschrieben habe."
"Ich denke das ist der Grund, warum ich das Album "Euphoria" genannt habe, weil ich dazu in der Lage war, vier oder fünf magische Momente damit zu erleben, euphorische Momente eben, die mich wirklich glücklich und enthusiastisch gemacht haben," informierte der Sänger.
Quelle: mangalorean.com